Treppenhausgalerie

Die Treppenhausgalerie im Elsbachhaus Herford

Weizenfeld, Herford, 26.1.2019

 

Zusammen mit dem Galeristen Claus-Dieter Tholen (A.C. Galerie Herford) hatte ich 2015 die Idee, die großzügigen Flächen des Treppenhauses im stadtgeschichtlich relevanten Elsbachhaus als Etagengalerie für lokal ansässige KünstlerInnen sowie KünstlerInnen mit biografischen Bezug zur Region zu nutzen. Das ehemalige Fabrikgebäude der Herforder Weißwäschefabrik Elsbach (erbaut 1909) wurde im Zuge des Neubaus des Museum Marta Herford bis auf die Fassade und das Treppenhaus 2002 fast vollständig entkernt und umgestaltet. So ist es ein großes Glück, dass das Treppenhaus bis auf den Fußboden komplett in seinem Stilmix aus Jugendstil und Bauhaus im Originalzustand erhalten geblieben ist.

Die Treppenhausgalerie sieht ihre Aufgabe darin, vorwiegend Bildenden KünstlerInnen aus OWL ein angemessenes Forum neben dem Kunstverein und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum Marta in Herford zu bieten. Hier sollen KünstlerInnen (oder -gruppen) aus der Region die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeit in Form von vorzugsweise Einzelpräsentationen vorzustellen, alternativ zu den in dieser Hinsicht eher eingeschränkten Möglichkeiten in der institutionalisierten Kunstvermittlung. Besonders jungen Kunstschaffenden möchten wir durch die Treppenhausgalerie ein Forum bieten.

Anhand der bisher stattgefundenen Ausstellungen ist abzulesen, dass sich die Treppenhausgalerie von Beginn 2105 an als ein Ausstellungsort von hoher künstlerischer Qualität etabliert hat.

Nachdem Claus-Dieter Tholen überraschend 2017 verstorben ist, führe ich die Treppenhausgalerie im vierteljährlichen Ausstellungsturnus unter der Trägerschaft des Herforder Kulturbeutel e.V. weiter. Da ich selbst seit langen Jahren als Maler in der hiesigen Kunstszene aktiv bin, weiß ich, wie wichtig ein offenes Forum ist, das unabhängig von privaten oder kommerziellen Absichten und Zwängen bleibt.

Künstlerisch tätig zu sein, ist für meine Begriffe mit verschiedensten Verpflichtungen verbunden und erfordert ein gewisses Maß an Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. Von daher sind ein angemessener Präsentationsrahmen und die Möglichkeit zum Dialog bzw. Diskurs mit einem interessierten Publikum ein notwendiger und erfreulicher Aspekt und ein Antrieb für uns, die Treppenhausgalerie als offenen Raum im wörtlichen wie übertragenen Sinn alternativ zum kommerziellen Betrieb zu führen.

Angelika Höger

Bodenlos | 12. April bis 5. Juli 2019

geöffnet: ab 08 Uhr – 20 Uhr | (außer sonntags)

 

In Angelika Högers Projekten spielt das Spiel mit den Dingen
und der Freiheit, die dadurch entsteht eine zentrale Rolle.

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